Rail Baltic Estonia hat eine Infrastrukturausschreibung im Wert von bis zu 932 Millionen Euro für den Bau der Rail Baltica-Hauptstrecke veröffentlicht - ein Projekt von zentraler strategischer Bedeutung für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Als fehlendes Glied in der europäischen Nord-Süd-Verbindung wird Rail Baltica einen nahtlosen Wirtschafts- und Mobilitätskorridor schaffen, der die Verbindungen zwischen den baltischen Staaten, Finnland, Mitteleuropa und darüber hinaus stärken wird.
Zwei Aufträge für den Bau der Bahnstrecke zwischen Ülemiste und Pärnu sowie zwischen Pärnu und der lettischen Grenze werden vergeben. Rail Baltica ist mehr als nur eine Eisenbahnverbindung. Sie ist ein Schlüsselelement der europäischen Bemühungen, die Verkehrseffizienz zu erhöhen, die Zugänglichkeit zu verbessern und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
"Rail Baltica ist mehr als ein regionales Projekt; es verbindet Estland und die baltischen Staaten mit dem umfangreichen europäischen Schienennetz, schafft neue Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum und verbessert die Mobilität auf dem gesamten Kontinent. Wir sprechen zwar oft über Rail Baltica in Bezug auf den Personen- und Güterverkehr, aber ihre Rolle als strategisches Rückgrat für die militärische Mobilität an der Ostflanke der NATO hat angesichts des anhaltenden aggressiven russischen Krieges in der Ukraine zunehmend an Bedeutung gewonnen", sagte Vladimir Svet, Estlands Minister für Infrastruktur.
Der Bau der Hauptstrecke wird in mehreren Phasen erfolgen. Die Erschließungsphase soll vom dritten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026 dauern, gefolgt von der Bauphase von 2026 bis Ende 2030.