Die Modalis-Gruppe wurde für den Betrieb des neuen Terminals für den kombinierten Verkehr Schiene/Straße ausgewählt, das derzeit im westlichen Teil des Dunkerque-Port gebaut wird.
Merkmale und Lage des Terminals
Das 9,6 Hektar große Terminal befindet sich neben dem Loon-Bahnkomplex, in der Nähe der RoRo-Terminals des Hafens, die das Vereinigte Königreich und Irland bedienen, und in der Nähe neuer Industrie- und Logistikgebiete. Das Terminal ist für den Umschlag von unbegleiteten intermodalen Transporteinheiten (UTI), einschließlich Sattelaufliegern und Wechselbehältern, ausgelegt und wird sowohl hafenbezogene als auch inländische Logistikströme in Dünkirchen und der Region bedienen.
Die Infrastruktur wird bis zu vier 750 Meter lange Züge pro Tag unterstützen und soll bis 2032 bis zu 50.000 UTIs pro Jahr verarbeiten. Diese Verlagerung auf die Schiene könnte dazu beitragen, das Straßengüterverkehrsaufkommen zu verringern und jährlich schätzungsweise 70 000 Tonnen CO₂-Emissionen zu vermeiden.
Baubeginn jetzt, Investition von 25 Mio. EUR
Der Baubeginn ist für August 2025 geplant, beginnend mit der Einrichtung eines Kreisverkehrs am nördlichen Ende der Baustelle. Danach folgt der Bau des multimodalen Bahnsteigs. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt werden auf 25 Mio. EUR geschätzt.
Neben dem Umschlag von intermodalen Einheiten wird das Terminal auch unterstützende Funktionen wie die Reinigung und Wartung von Containern und Sattelaufliegern sowie kleinere Wartungsarbeiten an der Eisenbahn umfassen. Modalis geht davon aus, dass der Betrieb der Anlage bis 2030 bis zu 15 Arbeitsplätze schaffen wird.
Internationale Verbindung nach Italien geplant
Die Modalis-Gruppe plant über ihre Tochtergesellschaft Delta Rail, die im Bereich des kombinierten Verkehrs tätig ist, die Einrichtung einer regelmäßigen Bahnverbindung zwischen Norditalien und Dünkirchen. Dieser Dienst wird voraussichtlich ab März 2026 zur Verfügung stehen und Anschluss an wichtige europäische Güterverkehrskorridore bieten. Das Terminal wird nach einem Open-Access-Modell betrieben und steht auch anderen Betreibern zur Verfügung.