Rail Baltica vergibt Elektrifizierungsauftrag im Wert von 1,77 Mrd. EUR an ein spanisches Joint Venture

Rail Baltica vergibt Elektrifizierungsauftrag im Wert von 1,77 Mrd. EUR an ein spanisches Joint Venture
© Rail Baltica
Insgesamt sollen 43 % der Hauptstrecke der Rail Baltica bis Ende 2025 baureif sein.

Ein Vertrag über die Elektrifizierung derRail Baltica-Strecke wurde mit einem Joint Venture zwischen Cobra Instalaciones y Servicios und Elecnor Servicios y Proyectos unterzeichnet, das unter dem Namen COBELEC Rail Baltica firmiert. Der Vertrag wurde am 15. September 2025 in Vilnius im Rahmen einer Unterzeichnungszeremonie förmlich abgeschlossen.

Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf 1,77 Mrd. EUR. Die erste Phase, für die ein Budget von 949 Mio. EUR vorgesehen ist, soll bis 2030 abgeschlossen werden. Das Projekt umfasst die vollständige Einführung des Teilsystems Rail Baltica Energy (ENE) in allen drei baltischen Staaten.

Dem technischen Umfang nach wird die Elektrifizierung 870 km Schienen und 2 403 km Gleise in Estland, Lettland und Litauen umfassen. Im Rahmen des Projekts wird ein 2x25-kV-Elektrifizierungssystem mit zehn Traktionsunterwerken und dem großflächigen Einsatz von statischen Frequenzumrichtern (SFC) realisiert. Das Konzept soll die langfristige betriebliche Effizienz, die Einhaltung von Umweltauflagen und die Integration in das europäische 50-Hz-Stromnetz unterstützen.

© Rail Baltica
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Die Unterzeichnung folgt auf ein im Mai 2022 eingeleitetes Vergabeverfahren. Vier internationale Konsortien reichten Vorschläge ein, von denen drei im Jahr 2023 in die engere Wahl kamen. COBELEC Rail Baltica wurde aufgrund der vorgeschlagenen technischen Lösung, der Kostenstruktur und der Fähigkeit, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ausgewählt. Der Vertrag wurde am 31. Juli 2025 durch eine elektronische Unterschrift förmlich in Kraft gesetzt.

Die Elektrifizierungsarbeiten werden parallel zu den umfassenderen Bauarbeiten entlang des Rail Baltica-Korridors durchgeführt. In Estland sind über 100 km Eisenbahnunterbau im Gange, einschließlich der Arbeiten am Ülemiste-Terminal. In Lettland sind die Bauarbeiten in der Nähe von Iecava als Teil eines 230 km langen Rahmenvertrags in vollem Gange, wobei weitere Arbeiten am zentralen Knotenpunkt Riga und am Flughafen durchgeführt werden. In Litauen schreiten die Arbeiten auf dem Abschnitt Kaunas-Panevėžys auf einer Länge von 77 km voran. Bis Ende 2025 soll dieser Abschnitt 114 km lang sein und den Bau einer Brücke über den Fluss Neris umfassen, die dann die längste des Landes sein wird.


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