Der Railport, der als erstes intermodales Terminal in der Türkei bezeichnet wird, hat seinen Betrieb in der Nähe von Kartepe, etwa 130 km östlich von Istanbul, aufgenommen.
Das Terminal wurde in einem Joint Venture zwischen duisport und der türkischen Logistikgruppe Arkas entwickelt. Nach Angaben der Partner handelt es sich um eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe und damit um das größte Fremdkapitalprojekt in der Geschichte des Duisburger Hafens. Arkas bringt die lokale Markt- und Betriebserfahrung ein, während duisport sein internationales Netzwerk und Terminal-Know-how beisteuert.
Der Railport erstreckt sich über 265.000 m² und umfasst mehr als 10.000 m Gleis, 5.000 m² überdachte Zwischenlager und ein 15.000 m² großes Lager mit einer Kapazität für über 22.000 Standard-Europaletten. Der Standort bietet auch Dienstleistungen in den Bereichen Zoll, Lagerhaltung und Containerfrachtstationen. Die jährliche Umschlagskapazität wird mit 125.000 Trailern angegeben.
Der Standort der Anlage ist direkt an die Straßen- und Schieneninfrastruktur der Industrieregion Marmara angebunden. Er ist an die ausgebaute Strecke Baku-Tiflis-Achalkalaki (BTK) angeschlossen, die Aserbaidschan, Georgien und die Türkei miteinander verbindet, sowie an den so genannten Zentralkorridor in Richtung Zentralasien, China und Südostasien. Durch das türkische Eisenbahnnetz und die Nähe zum Marmaray-Tunnel unter dem Bosporus hat Railport auch Zugang zu Europa.
Der Start von Railport erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Akteure der türkischen Logistik die Lage des Landes an wichtigen Ost-West-Frachtrouten hervorheben. Durch den Ausbau wird die Kapazität des Güterbahnhofs erhöht, um den Import-, Export- und Transitgüterverkehr durch die Türkei zu unterstützen.