Ein Erdrutsch in Gelida (Alt Penedès) südlich von Barcelona führt weiterhin zur Sperrung der iberischen Schiene auf der Strecke Barcelona–Zaragoza, wodurch der Güterverkehr im Landesinneren zwischen dem Hafen von Barcelona und Aragón stark eingeschränkt ist. Adif stellte den Verkehr ein, nachdem ein Dammbruch einen Rodalies-Personenzug getroffen und auch die AP-7-Straßenführung über der Eisenbahnstrecke beschädigt hatte. Adif erklärte, dass die Reparaturarbeiten an der Eisenbahnstrecke erst beginnen können, wenn die staatliche Straßenbaubehörde den Damm gesichert hat. Ein Termin für die Wiedereröffnung wurde nicht genannt, berichtet El Mercantil.
Parallel dazu hat ein separater Erdrutsch im Rubí-Tunnel (Region Barcelona) den internationalen Güterverkehr auf Normalspur zwischen Katalonien und Frankreich blockiert, wodurch der Verkehr zum/vom Hafen von Barcelona eingeschränkt wurde und Züge angehalten oder gekürzt werden mussten, wobei ein Teil des Verkehrs im Rahmen besonderer Betriebsvereinbarungen auf den Terminal La Llagosta beschränkt war.
Wie der Schienenverkehr betroffen ist
- Spanisches Binnenland (inländischer Verkehr): Die Sperrung von Gelida ist die größte Einschränkung für den Güterverkehr mit iberischer Spurweite zwischen Barcelona und Zaragoza, wobei nur begrenzte nächtliche Umleitungen auf alternativen Strecken gemeldet werden und die Kapazitäten für normale Volumina nicht ausreichen.
- Frankreich–Spanien (grenzüberschreitende Verkehrsströme): Die Blockade des Rubí-Tunnels ist das größte Hindernis für den Normalspur-Güterverkehr nach Frankreich, da sie den internationalen Verkehr einschränkt und die verfügbaren Trassen und Terminaloptionen begrenzt.
Die französische Handelskammer in Barcelona (CCI France Espagne) erklärte in einer LinkedIn-Mitteilung vom 4. Februar 2026, dass der Güterzugverkehr zwischen Katalonien und Frankreich/Europa in den letzten Wochen um bis zu 80 % zurückgegangen sei, und verwies dabei auf die Unterbrechung des Rubí-Tunnels und die Auswirkungen der jüngsten Eisenbahnunfälle.
Reaktion des Rodalies-Netzes (Passagiere an erster Stelle, netzweite Kontrollen)
Neben den beiden Frachtblockaden haben Adif und das spanische Verkehrsministerium die netzweiten Inspektionen und Notfallarbeiten in ganz Rodalies ausgeweitet, was seit Donnerstag, dem 5. Februar 2026, zu Geschwindigkeitsbeschränkungen, teilweisen Streckensperrungen und Busersatzverkehren auf mehreren Korridoren geführt hat. Adif hat Arbeiten an 31 Standorten und organisatorische Änderungen gemeldet, darunter eine neue Struktur für die vorbeugende Instandhaltung und zusätzliche Einstellungen in Katalonien.