Kenia und Tansania treiben ihre Normalspur-Güterverkehrsverbindungen unabhängig voneinander voran

Kenia und Tansania treiben ihre Normalspur-Güterverkehrsverbindungen unabhängig voneinander voran
© TRC
Kenia hat mit dem Bau der Normalspur-Eisenbahnverlängerung Naivasha–Kisumu–Malaba begonnen, während die Tanzania Railways Corporation den Normalspur-Güterverkehr vom Hafen von Daressalam nach Bahi vorbereitet.

In Kenia wurde in Kibos im Kisumu County der Bau des Standardspur-Eisenbahnprojekts Naivasha–Kisumu–Malaba in Angriff genommen. Die Strecke verlängert den kenianischenSGR-Korridor von Naivasha aus in westlicher Richtung nach Kisumu und zur Grenze bei Malaba mit Uganda.

Das Projekt befasst sich mit dem fehlenden Normalspurabschnitt zwischen dem derzeitigen Endbahnhof im Landesinneren in Naivasha und der ugandischen Grenze. Es ist Teil des Eisenbahnprogramms „Northern Corridor“, das den Hafen von Mombasa mit dem kenianischen Hinterland und den benachbarten Märkten in Ost- und Zentralafrika verbindet.

Uganda hat den Ausbau in Kenia mit seiner eigenen Verkehrsplanung verknüpft, einschließlich des Gütertransports auf der Schiene und des Transports von Erdöl über Pipelines. Die Verbindung nach Malaba ist die wichtigste Schnittstelle für künftige Gütertransporte auf Normalspur zwischen Kenia und Uganda.

In Tansania bereitet TRC den Transport von Fracht per SGR vom Hafen von Daressalam nach Morogoro, Ihumwa und Bahi vor, mit anschließendem Umschlag auf die bestehende Meterspurstrecke.

Im Rahmen des geplanten Vorhabens wird die Fracht im Malindi-Bereich des Hafens von Daressalam verladen und anschließend mit einem SGR-Güterzug nach Bahi in der Region Dodoma transportiert. In Bahi wird die Fracht auf das Meterspur-Netz umgeladen, um von dort aus zu nationalen und internationalen Zielen befördert zu werden.

Laut TRC erstreckt sich das Port-Link-Gelände über 100.000 m² und wird Fracht aus dem Hafen, von Lastkraftwagen sowie von Binnencontainerdepots abfertigen. Die Anlage soll eine schnellere Verladung auf die Schiene ermöglichen und den Lkw-Verkehr rund um den Hafen von Daressalam sowie auf den städtischen Verkehrsachsen, einschließlich des Morogoro-Road-Korridors, reduzieren.

DP World, das an der Investition in den Hafen von Dar es Salaam beteiligt ist, erklärte, es sei bereit, mit den Akteuren der Eisenbahnbranche bei der Schaffung der für höhere Frachtvolumina erforderlichen Infrastruktur zusammenzuarbeiten.


Werden Sie Mitglied in unserem Kreis der Insider: Erhalten Sie die wöchentliche Zusammenfassung, die Sie auf dem Laufenden hält!

Neueste Eisenbahnnachrichten

Top-Nachrichten