MÁV erwägt den Kauf von 20 chinesischen Lokomotiven von CRRC

MÁV erwägt den Kauf von 20 chinesischen Lokomotiven von CRRC
© CRRC
Eine ungarische Delegation, der Experten des Verkehrsministeriums, der Eisenbahnbehörde und der MÁV angehörten, besuchte vor kurzem China, um die Beschaffung zu prüfen.

Das ungarische Verkehrsministerium prüft den Erwerb von bis zu 20 neuen Rangierlokomotiven für die MÁV vom chinesischen Hersteller CRRC Zhuzhou Locomotive Co. wie HVG.hu berichtet.

Derzeit sind zwei CRRC-Rangierlokomotiven in Ungarn im Einsatz, die von Rail Cargo Hungaria, einer Tochtergesellschaft der österreichischen Rail Cargo Group, bestellt wurden. Diese Lokomotiven haben alle erforderlichen Tests erfolgreich bestanden, und die offiziellen Genehmigungen wurden von Bau- und Verkehrsminister János Lázár unterzeichnet, was künftige Anschaffungen beschleunigen könnte.

Die Kosten für jede Lokomotive werden auf 7,3 bis 9,8 Millionen Euro geschätzt, so dass sich die Gesamtinvestition auf mindestens 147 Millionen Euro beläuft. Ziel des Ministeriums ist es, den dringenden Bedarf des Eisenbahnsektors zu decken, indem Verspätungen verringert und besser ausgestattete Fahrzeuge eingeführt werden. Der chinesische Hersteller hat sich bereit erklärt, Lokomotiven zu liefern, die bereits kurz vor der Fertigstellung ihrer Produktionslinien stehen, was die Lieferfristen beschleunigen könnte.

Die geplanten Lokomotiven sollen in Nyíregyháza stationiert werden, wobei die vorhandenen Werkstatteinrichtungen genutzt werden sollen. Anfängliche Vorbehalte ungarischer Bahningenieure gegenüber den chinesischen Produkten haben sich nach positiven Bewertungen von Testläufen verringert.

Im Mai unterzeichnete CRRC eine Vereinbarung mit dem ungarischen Unternehmen Acemil Zrt. über die Einrichtung von vier gemeinsamen Zentren in Ungarn, die sich auf die Produktion, Wartung, Ausbildung sowie Forschung und Entwicklung von Lokomotiven und Güterwagen konzentrieren werden.

Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung waren Vertreter des Ministeriums und der MÁV anwesend, was auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den ungarischen Eisenbahnunternehmen und CRRC hinweist. Diese Initiative steht im Einklang mit den Bemühungen, die ungarische Eisenbahninfrastruktur zu modernisieren und die einheimischen Kapazitäten im Schienenfahrzeugbau auszubauen, insbesondere in Zeiten, in denen das veraltete und häufig defekte Rollmaterial der MÁV ersetzt werden muss, das derzeit durch das Leasing vonES64U2- oder Astride-Lokomotiven von Akiem oder Diesellokomotiven von Nordic Re-Finance abgedeckt wird.


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