Hyperloop: Europa geht weiter
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Nachdem Hyperloop One (auch bekannt als Virgin Hyperloop), einer der größten und finanzstärksten Akteure auf diesem Gebiet, Konkurs angemeldet und den Betrieb eingestellt hat, geht die Entwicklung dieses Verkehrsträgers in Europa weiter.


Webuild und sein Joint-Venture-Partner Leonardo gaben vor einigen Tagen bekannt, dass sie einen Auftrag über 4 Millionen Euro für die vorläufige Machbarkeitsstudie zum Bau des Hyper-Transfers erhalten haben.

Das System wird die Grundlage für den Bau des weltweit ersten funktionsfähigen Prototyps bilden, dessen Kosten auf insgesamt 800 Millionen Euro geschätzt werden. Das von der Concessioni Autostradali Venete (CAV) in Auftrag gegebene Projekt ist ein Vorversuch für den Bau möglicher Abschnitte in Venetien, die die Verwaltung eines Verkehrssystems ermöglichen, das es derzeit weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene gibt.

Hyperloop ist ein superschnelles Transportsystem, bei dem Schwebemagnete eingesetzt werden, um Personen- und Frachtkapseln mit der geschätzten Geschwindigkeit eines Flugzeugs und noch schneller durch eine Röhre auf dem Boden zu befördern. Der niedrige Druck im Inneren der Röhre verringert die Reibung, und die Antriebssysteme ermöglichen den Kapseln eine extrem hohe Geschwindigkeit, was eine nachhaltige Mobilität und einen geringen Energieverbrauch gewährleistet. Dies würde auch dazu beitragen, Verkehrsstaus zu verringern und die Sicherheit auf den Autobahnen zu verbessern, was wiederum zu geringeren CO2-Emissionen führen würde.

Hyper Transfer, der erste einsatzfähige Prototyp der Welt, soll in drei aufeinander folgenden Phasen entwickelt werden: Machbarkeitsstudie (Phase 1), Entwurf (Phase 2) und schließlich Bau und Test (Phase 3).

Webuild führt das Joint Venture mit einem Anteil von 96,22 % an, während der Partner Leonardo die restlichen 3,78 % hält. Hyperloop Transportation Technologies wird in Zusammenarbeit mit seinem Lizenznehmer Hyperloop Italia als Technologie-Lieferant und Designated Designer für den operativen Prototyp fungieren. RINA tritt als zusätzlicher Konstrukteur bei. Das Joint Venture und seine Partner werden die Machbarkeitsstudie im Rahmen einer Innovationspartnerschaft durchführen, einer vertraglichen Vereinbarung, die Forschung und Entwicklung begünstigt.

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