Alstom hat mit den Österreichischen Bundesbahnen(ÖBB ) einen Vertrag über die Nachrüstung von bis zu 449 Fahrzeugen mit dem neuesten fahrzeugseitigen Signalsystem im Wert von über 100 Millionen Euro unterzeichnet. Dieses Projekt, das bis 2030 läuft, soll die ÖBB beim zuverlässigen, grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr in ganz Europa unterstützen.
Der Rahmenvertrag sieht vor, dass der erste feste Abruf 195 Züge umfasst, wobei die Umrüstung auf ETCS Baseline 3.6 von Alstom in den ÖBB-Werkstätten in Linz und Wien durchgeführt wird. Die Erfahrung von Alstom umfasst mehr als 120 ETCS-Projekte weltweit, 24.800 Onboard-Units in mehr als 200 Fahrzeugtypen und 13.300 Kilometer ausgestattete Strecken.
Das Volumen und die Dichte des Schienenverkehrs nehmen zu, und mit der zunehmenden Internationalisierung des Schienenverkehrs wächst der Bedarf an moderner Signaltechnik. Das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) ist ein standardisiertes, grenzüberschreitendes Eisenbahnsicherheitssystem, das bereits in zahlreichen europäischen Ländern eingeführt wurde. Es verbessert die Zugsteuerung, indem es Züge in kürzeren Abständen fahren lässt, und erhöht die Sicherheit, indem es Züge automatisch abbremst, die Geschwindigkeitsgrenzen überschreiten oder zu dicht beieinander fahren. Diese Aufrüstung zielt darauf ab, die Kapazität des Schienenverkehrs zu erhöhen und die Instandhaltungskosten zu senken, wobei die Sicherheit im Vordergrund steht.