Die derzeitige Situation stellt sich wie folgt dar: Ein Wageninspektor prüft intermodale Züge vor der Abfahrt manuell auf ihre Verkehrstauglichkeit und Mängel, manchmal unter großer körperlicher Belastung.
Das Projekt "DIMI - Digital Inspection by Machine Intelligence" automatisiert die Dokumentenbearbeitung und überträgt wichtige Teilprozesse dieser Prüfung. Mit Hilfe von Sensorik und Kamera-KI werden relevante Waggon- und Ladeparameter digital erfasst und dem Prüfer über eine App zur Verfügung gestellt. Alle Daten werden automatisch erfasst und in Echtzeit zur Verfügung gestellt, wodurch die Zeit für die Durchführung der Sicherheitsprüfung verkürzt wird.
"Um bestehende und neue Terminals besser auszulasten, ist es wichtig, manuelle Prozesse mit modernster Technik zu unterstützen und damit deutlich zu beschleunigen. Dank Sensorik, KI und der Digitalisierung des Dokumentenhandlings wollen wir mittelfristig eine Waggonprüfung in weniger als 60 Minuten statt in mehreren Stunden durchführen können - ein wichtiger Schritt zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber der Straße", erklärt Hans-Jürgen Weidemann, Chief Technology Officer bei CargoBeamer.
Das Projekt ist Teil des Programms "Zukunft des Schienengüterverkehrs" der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr mit rund 1 Million Euro gefördert. Das Projekt hat eine Laufzeit von 27 Monaten und soll im Sommer 2026 abgeschlossen sein. CargoBeamer ist für den Terminalbau, die Automatisierung und die Sensorik zuständig, das Fraunhofer IML bringt seine Expertise im Bereich künstliche Intelligenz und Softwarelösungen ein. SGKV ist für die Prozessanalyse und das interne Projektmanagement zuständig.