Vier mit Traktionsbatterien ausgestattete RegioPanter wurden am 15. Dezember 2024 in Betrieb genommen und verkehren auf der Linie S8 zwischen Veřovice und Ostrava über Studénka und Štramberk. Diese Züge sind Teil eines Flottenerneuerungsprogramms, das durch einen Zehnjahresvertrag zwischen České dráhy und der Regionalregierung unterstützt wird.
Ersetzen des Dieselbetriebs auf teilweise elektrifizierten Strecken
Die neuen batterieelektrischen Triebzüge (BEMUs) sind für die betrieblichen Herausforderungen auf teilweise elektrifizierten Strecken konzipiert. Durch den Einsatz von Bordbatterien müssen die Fahrgäste nicht mehr auf Dieselzüge umsteigen, wenn die Oberleitungen enden, was eine reibungslosere und effizientere Fahrt ermöglicht. Die Züge haben eine Batteriereichweite von 80 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und eignen sich damit für verschiedene Regionalverkehrsdienste.
Auf die vier derzeit in Betrieb befindlichen Einheiten werden bis Ende 2026 15 weitere RegioPanter-Batteriezüge folgen. Diese Züge sollen auf Strecken eingesetzt werden, die Ostrava mit Städten wie Opava, Krnov, Nový Jičín, Budišov nad Budišovkou und Český Těšín verbinden.
Flottenerneuerung und Zugänglichkeit
Die von der Škoda-Gruppe hergestellten RegioPanter ersetzen ältere Fahrzeuge und bieten moderne Funktionen zur Verbesserung der Zugänglichkeit und des Fahrgastkomforts. Dazu gehören Niederflureinstiege mit breiten Türen, Stellplätze für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder sowie Annehmlichkeiten an Bord wie WLAN und Ladestationen.
Unterstützung der Modernisierung des regionalen Schienenverkehrs
Die Einführung batteriebetriebener Züge ist Teil eines umfassenderen Projekts zur Modernisierung des Schienennetzes in Moravskoslezský kraj. Dazu gehören auch Infrastrukturverbesserungen, wie Pläne für eine weitere Elektrifizierung und die Einführung des Europäischen Zugsicherungssystems (ETCS). Der Vertrag zwischen České dráhy und der Regionalregierung spiegelt das Ziel wider, die Umweltbelastung zu verringern und gleichzeitig die regionale Mobilität zu verbessern.
Mit einer Gesamtinvestition von fast 160 Mio. EUR werden 24 neue Fahrzeuge für die Region angeschafft, die nach und nach etwa 50 ältere Fahrzeuge ersetzen werden. Diese batteriebetriebenen Fahrzeuge werden sowohl auf elektrifizierten als auch auf nicht-elektrifizierten Strecken eingesetzt und verbessern die Konnektivität und die betriebliche Effizienz des gesamten Netzes.