Die Hupac Gruppe verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang des Verkehrsvolumens um 11,7%. Als Hauptfaktoren nennt das Unternehmen einen europaweiten Rückgang der Verkehrsnachfrage und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld. Das Unternehmen transportierte rund 975.000 Strassensendungen oder 1.866.000 TEU. Dies entspricht einem Rückgang von rund 130.000 Sendungen im Vergleich zum Vorjahr. Im Einzelnen sank der transalpine Verkehr durch die Schweiz um 7,6 %, der nicht-transalpine Verkehr um 14,9 % und der maritime Hinterlandverkehr ab den grossen Seehäfen um 13,2 %.
Trotz dieser Rückschläge setzte Hupac ihre strategischen Investitionen in neue Terminals und Digitalisierungsprojekte fort, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Dienstleistungen zu verbessern.
Mehrere Faktoren trugen zu diesem Abschwung bei. Dazu gehörten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine und der Energiekrise, der Unfall im Gotthard-Basistunnel und Infrastrukturprobleme in Deutschland. Dies hat zu Kapazitätsengpässen, Verspätungen und Annullierungen geführt, die die Wettbewerbsfähigkeit des kombinierten Verkehrs beeinträchtigen.
"Seit mehreren Jahren erleben wir eine Negativspirale aus schlechter Verfügbarkeit des Schienennetzes aufgrund von Störungen und Bauarbeiten, gepaart mit steigenden Energie-, Traktions- und Trassenkosten", erklärt Hans-Jörg Bertschi, Verwaltungsratspräsident der Hupac. Unter diesen Bedingungen leidet die Wettbewerbsfähigkeit des kombinierten Verkehrs im Vergleich zum direkten Strassentransport, der im gegenwärtigen rezessiven Marktumfeld über Überkapazitäten verfügt.
Als Reaktion auf diese Situation hat Hupac mehrere Massnahmen zur Stabilisierung ihres Geschäfts eingeleitet. Dazu gehören die Anpassung der Wagenflotte an die Nachfrage sowie ein effizienteres Kapazitätsmanagement. Trotz eines konsolidierten Verlustes von CHF 6,2 Mio. investierte das Unternehmen CHF 36 Mio. in strategische Projekte zur Kapazitätserhöhung der Terminals und zur Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur.