Nach Angaben des Amtes für Schienenverkehr (UTK) wurden im Jahr 2024 insgesamt 223,5 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene befördert, 3,5 % weniger als im Vorjahr, und die Transportleistung betrug 58,3 Milliarden Tonnenkilometer, ein Rückgang um 5,4 % gegenüber 2023.
Steinkohlemengen sinken um über 12,9 Millionen Tonnen
Die Gruppe Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas verzeichnete im Jahr 2024 ein Volumen von 64,2 Mio. t. Dies entspricht einem Rückgang von ca. 12,5 Mio. t im Vergleich zu 2023, wobei 97,5 % des Volumens auf Steinkohle entfielen. Ihr Anteil am gesamten Schienengüterverkehr sank auf 28,7 % und fiel damit erstmals unter die 30 %-Marke. 2015 entfielen auf diese Gruppe noch über 40 % des Schienengüterverkehrsaufkommens.
Auch bei der Transportleistung fiel diese Gruppe mit 10,5 Mrd. Tonnenkilometern und einem Anteil von 18,1 % auf den dritten Platz zurück, gegenüber 24,6 % im Jahr 2023. Die durchschnittliche Entfernung pro Tonne Kohle sank von 196 km im Jahr 2023 auf 161 km im Jahr 2024.
Metallerze übertreffen Kohle bei der Transportarbeit
Zum ersten Mal außerhalb der Pandemiejahre liegt die Kategorie "Metallerze und sonstige Bergbauerzeugnisse" mit einem Anteil von 28,3 % am Gesamtaufkommen an erster Stelle der Beförderungsleistung. Das Gesamtvolumen dieser Gruppe erreichte 62,4 Millionen Tonnen (+2,2 % im Vergleich zum Vorjahr) und lag damit nur knapp hinter dem Volumen der Kohle. Innerhalb dieser Gruppe entfielen 83,3 % auf Zuschlagstoffe (Kies, Sand, Ton) und 9 % auf Eisenerze.
Die Transportleistung für diese Gruppe stieg auf 16,5 Milliarden Tonnenkilometer, was einem Anstieg von 9 % gegenüber 2023 entspricht.
Raffinierte Kraftstoffe halten sich, nicht klassifizierte Fracht wächst
Koks und raffinierte Mineralölerzeugnisse lagen mit 31,3 Millionen Tonnen an dritter Stelle der beförderten Mengen, was einem Anteil von 14 % entspricht. Trotz eines Rückgangs des Volumens um 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr konnte die Gruppe mit 11,5 Mrd. Tonnenkilometern und einem Anteil von 19,7 % ihren zweiten Platz bei der Beförderungsleistung behaupten.
Die nicht klassifizierte Ladung - die häufig intermodalen Transporten entspricht - stieg auf einen Rekordwert von 22,8 Millionen Tonnen, was 10,2 % der Gesamtmasse entspricht. Auf diese Kategorie entfielen mit 7,9 Milliarden Tonnenkilometern 13,5 % der Verkehrsleistung, was auf die zunehmende Nutzung des kombinierten Verkehrs zurückzuführen ist.
Chemie, Baumaterialien und Ausrüstungen mit starkem Wachstum
Die Beförderung von chemischen Stoffen und Kunststoffen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 % auf 10,8 Millionen Tonnen und kehrte damit einen vorherigen Rückgang um. Ihr Anteil am Gesamtvolumen erreichte 4,8 %, und die Transportleistung stieg um 11,3 % auf 3,37 Milliarden Tonnenkilometer.
Die Beförderung von Erzeugnissen aus nichtmetallischen Mineralien (z. B. Zement, Gips) nahm um 38,9 % zu, wobei die Untergruppe der Baustoffe um 74,1 % wuchs. Der entsprechende Anstieg bei den Transportarbeiten betrug 31,5 % im Vergleich zum Vorjahr.
Der Eisenbahnversand von Maschinen, elektronischen Geräten und Ausrüstungen stieg um 61 %, während Möbel und sonstige Waren um 43,7 % zunahmen. Der Postversand (Briefe und Pakete) stieg um über 429%.
Internationaler Frachtanteil nähert sich der Hälfte der Gesamtarbeit
Auf den grenzüberschreitenden Verkehr - einschließlich Export, Import und Transit - entfielen 44 % der gesamten Transportleistung und 35,5 % der Frachtmasse. Der Export wurde angeführt von Koks und raffinierten Erdölprodukten (7,4 Millionen Tonnen, 2,5 Milliarden Tonnenkilometer) und nicht klassifizierter Fracht (7,1 Millionen Tonnen, 2,3 Milliarden Tonnenkilometer).
Bei den Einfuhren dominierten nicht klassifizierte Güter (9,7 Mio. Tonnen) sowie Metallerze und andere Bergbauerzeugnisse, wobei insbesondere Eisenerz mit einem Anteil von über 92 % an der gesamten Eisenerzfracht einen hohen Stellenwert einnahm.