Österreichischer Schienengüterverkehr im Jahr 2024: Leichte Erholung trotz infrastruktureller Herausforderungen

Österreichischer Schienengüterverkehr im Jahr 2024: Leichte Erholung trotz infrastruktureller Herausforderungen
© Ecco Rail
Der österreichische Schienengüterverkehrsmarkt weist 2024 ein leichtes Wachstum auf, wie der jährliche Marktbericht der Schienen-Control zeigt.

Obwohl die Gesamtleistung relativ stabil blieb, wurden leichte Zuwächse bei der Nettotonnage und den Bruttotonnagekilometern verzeichnet, wodurch der Rückgang des Vorjahres teilweise wieder ausgeglichen wurde.

Rail Cargo Austria behauptete seine führende Position mit einem Marktanteil von 57,3 %, gemessen in Nettotonnenkilometern, was einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

© ÖBB / Hanno Thurner
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Die zweitgrößte Gruppe, bestehend aus privaten Eisenbahnunternehmen wie Ecco-Rail, Lokomotion und CargoServ, erreichte einen gemeinsamen Marktanteil von 27,6%. Ecco-Rail führte diese Gruppe mit einem Anteil von 5,56 % an und war damit das größte Unternehmen, das nicht zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehörte.

Der Wettbewerb verschärfte sich vor allem auf den großen Transitstrecken, insbesondere auf der Brenner- und der Westachse, wo mehr als die Hälfte des Schienengüterverkehrs von privaten Wettbewerbern abgewickelt wird. Obwohl der Wettbewerb zunahm, blieb die betriebliche Gesamtleistung im Schienengüterverkehr im Wesentlichen unverändert, was zum Teil durch die wirtschaftlichen Bedingungen und infrastrukturelle Probleme behindert wurde.

© Ecco Rail
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Infrastrukturbeschränkungen aufgrund von Bau- und Wartungsarbeiten, insbesondere auf kritischen Transitstrecken, beeinträchtigten den Güterverkehr erheblich. Zu den Unterbrechungen gehörten längere Sperrungen und Umleitungen aufgrund von Überschwemmungen, die insbesondere die Tauernstrecke und die Westachse betrafen. Dies führte zu umfangreichen Umleitungen und betrieblichen Komplikationen.

Fast ein Drittel der gesamten Güterverkehrsleistung im Jahr 2024 entfiel auf kurzfristige "Ad-hoc"-Schienenreservierungen, wobei über 40 % davon auf private Betreiber entfielen. Die zunehmende Volatilität des Güterverkehrs unterstreicht den anhaltenden Bedarf des Sektors an besser vorhersehbaren und geeigneten Infrastrukturkapazitäten, insbesondere während Bauarbeiten.

© Lokomotion
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Darüber hinaus wiesen die Marktteilnehmer darauf hin, dass die Interoperabilität und der grenzüberschreitende Betrieb aufgrund der Unterschiede zwischen den nationalen Rechtsrahmen und den technischen Normen innerhalb der EU weiterhin Probleme bereiten. Die Umsetzung des Europäischen Zugsicherungs- und Zugsteuerungssystems (ETCS) und nationale Ausnahmen von den Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) der EU geben weiterhin Anlass zu großer Sorge.

Ende 2024 waren in Österreich insgesamt 92 Eisenbahnunternehmen tätig, fünf mehr als im Vorjahr. Zu den Neueinsteigern gehörten boxXpress und Rail & Sea Traction.

© boxXpress
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Auch die Gesetzgebung wird sich 2024 ändern: Das neue österreichische Eisenbahngesetz verpflichtet die Infrastrukturunternehmen, Kapazitätsmodelle für stark ausgelastete Strecken zu erstellen, wobei die Kapazitätsplanung für den Güterverkehr Vorrang hat.

Die Schienen-Control, die österreichische Regulierungsbehörde, wachte weiterhin über fairen Marktzugang und Wettbewerb und leitete Verfahren in Bezug auf die Übertragung von Gleis- und Wagendaten, die Nutzungsbedingungen für die Eisenbahninfrastruktur und die Tarifstrukturen ein.

© © ÖBB / David Payr
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Insgesamt schloss der österreichische Schienengüterverkehrsmarkt im Jahr 2024 trotz anhaltender betrieblicher und infrastruktureller Herausforderungen mit einem zunehmenden Wachstum ab.


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