Die Zusammenarbeit zwischen LTG Cargo, DFDS und Ignitis hat eine multimodale Logistikkette geschaffen, die den Schienen- und Seeverkehr integriert und die Frachtströme zwischen Litauen und Westeuropa optimiert. Die Lösung wurde als Antwort auf die logistischen Anforderungen von INHUS entwickelt, einem auf vorgefertigte Betonstrukturen spezialisierten Hersteller, der eine emissionsärmere Transportalternative für seine Fracht suchte.
LTG Cargo betreibt den Schienenabschnitt der Strecke und lädt die INHUS-Ladung - vor allem Betonfertigteile - im Intermodal-Terminal Vilnius vom Straßentransport auf Züge um. Diese Sendungen werden auf der Schiene nach Klaipėda transportiert, wo die Fracht auf DFDS-Fähren für den Transport nach Schweden, Deutschland, Dänemark und anderen Zielen verladen wird. Das Verfahren reduziert den Straßenverkehr auf wichtigen Korridoren, wobei jeder intermodale Zug bis zu 36 Lkw ersetzt.
DFDS verwaltet das maritime Segment und bietet Seeverkehrsverbindungen an, die Klaipėda mit Häfen in ganz Europa verbinden. Die Integration von Schienen- und Fährdiensten ermöglicht es Logistikunternehmen, Fracht über große Entfernungen zu transportieren und gleichzeitig die Umweltbelastung im Vergleich zum reinen Straßentransport zu verringern. Nach Angaben von LTG Cargo wurden im vergangenen Jahr fast 7.000 Container auf der Schiene von Vilnius nach Klaipėda transportiert, wodurch der Lkw-Verkehr auf den litauischen Autobahnen reduziert wurde.
Ignitis hat zu dem Projekt beigetragen, indem es eine Ladeinfrastruktur für Elektro-LKWs eingeführt hat, die die Lieferungen auf der letzten Meile unterstützt und den Schienenverkehr ergänzt. Am Intermodal-Terminal in Vilnius wurde eine Schnellladestation eingerichtet, und für Kaunas ist eine weitere Infrastruktur geplant. Diese Einrichtungen ermöglichen es Logistikunternehmen, Elektro-Lkw in intermodale Transportketten zu integrieren und gleichzeitig die betriebliche Flexibilität zu erhalten.
Die Europäische Kommission strebt an, bis 2030 mindestens 30 % des Güterverkehrs über 300 km auf die Schiene zu verlagern. Die Entwicklung intermodaler Schienenverkehrsdienste und der zugehörigen Infrastruktur in Litauen steht im Einklang mit diesen Zielen, da sie Logistikunternehmen eine Alternative zum Langstreckentransport auf der Straße bietet.